Interessantes und Kurioses aus unserer Hotelwelt

Mit den Factory Fun Facts möchten wir Ihnen Informationen rund um die Aktionen im Factory Hotel nahebringen. Die Fakten werden mit jedem neuen Angebot unserer Restaurants, der Bar oder des Hotels stetig erweitert.

FFF #001

Münsterländer Struwen

Im Münsterland gibt es am Karfreitag eine süße Spezialität: den Struwen, abgeleitet von dem altsächsischen Wort Struva, was so viel bedeutet wie »etwas Gekräuseltes«. Der Hefepfannkuchen musste früher am Karfreitag auf den Bauernhöfen dazu dienen, dass auch ohne Fleisch die schwere Hofarbeit erfolgreich geleistet werden konnte. In viel Fett gebacken und mit Rosinen verfeinert, ist der Hefeprotz damals wie heute ein köstlicher Energielieferant.

Rezept

  • 1 Pfd. Mehl
  • 400 ml Milch
  • 40 g Hefe
  • 2 EL Zucker
  • ¼ Pfd. Rosinen
  • 1-2 Eier
  • ½ TL Salz
  • 30 g Butter
  • Fett zum Braten

Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen, Mehl und Zucker hinzugeben – 15 Minuten gehen lassen. Dann die restlichen Zutaten beigeben und alles zu einem glatten Teig schlagen – eine Stunde gehen lassen. Das Bratfett in eine heiße Pfanne geben und  aus dem Teig kleine flache Struwen formen und hellbraun backen. Die Struwen mit Puderzucker bestreuen und warm servieren.

FFF #002

Sherry

Der Sherry ist ein verstärkter Weißwein aus der Region Andalusien in Südspanien. Der Begriff leitet sich vom maurischen Namen »Sherish« für das heutige Jerez de la Frontera ab. Für Sherry wird zunächst Weißwein aus der Rebsorte Palomino gewonnen. Dieser wird nach vollendeter Gärung mit Branntwein versetzt und erhält so einen Alkoholgehalt von 15,5 % vol.  Anschließend reift er in offenen Fässern an der Luft. So bildet sich auf dem Wein ein Hefe-Teppich, der den Wein vor Oxidation schützt und den Zucker des Weines fast vollständig vergärt. Alle Sherrys sind also ursprünglich trocken. Zur Sherry-Kultur gehört die Venencia, eine schmale Kelle mit langem Stiel, mit der der Sherry durch das Spundloch aus dem Fass geschöpft und ins Sherry-Glas, das Catavino, gegossen wird. 

FFF #003

La Tomatina

Die Tomatina ist ein Fest, das einmal jährlich im August in der Kleinstadt Buñol in der spanischen Region Valencia stattfindet. Zu diesem Anlass kommen tausende Gäste in die Ortschaft, um sich mit tonnenweise überreifen Tomaten eine matschige Schlacht zu liefern. Dabei sollen die Tomaten von den Teilnehmern zunächst in der Hand zerdrückt werden, um Verletzungen zu vermeiden. Ebenso gehört es zum Kodex, nach einer Stunde Tomatenschlacht das Feuer einzustellen. Viele Teilnehmer helfen anschließend beim Säubern der Straßen. Die Tomatina findet bereits seit den 40er Jahren statt, über den Ursprung des Festes herrscht aber Uneinigkeit: die Geschichten reichen von einem Straßenmusiker, der die Tomaten, die ihm galten, prompt zurückwarf, über einen Nachbarschaftsstreit, bis hin zu einer Demonstration gegen den Diktator Francisco Franco.

FFF #004

Polo

Polo ist eine Mannschaftssportart, bei der die insgesamt 8 reitenden Spieler - gespielt wird 4 gegen 4 - versuchen, einen Ball mittels einen langen Holzschlägers (Mallet) in das gegnerische Tor zu befördern. Während des Spiels wechseln die Spieler manchmal die Pferde. Der Begriff Polo stammt aus der Sprache der Balti und bedeutet Ball. Das Spielfeld ist 300 mal 200 yards groß, etwa 274 mal 183 Meter. Das Spiel ist in vier bis acht Chukkas unterteilt, Zeitabschnitte von sieben Minuten. Nach erzieltem Tor stellen sich die Spieler, nach Positionen geordnet, in der Spielfeldmitte zum line up und folgendem throw in gegenüber auf. Die Spielrichtung wechselt nach jedem Tor. Die Anfänge des Polospiels liegen in Persien (Iran, Afghanistan, Kaschmir und Nordpakistan) um ca. 600 v. Chr. Es diente dazu, die Pferde und Kavalleristen in Friedenszeiten in ständiger Übung zu halten. Mittlerweile hat sich auch die urbane Variante des Radpolo verbreitet, das in Großstädten vor allem von Fahrradkurieren gespielt wird.